Nicht jedes Dokumentenproblem ist eine Fälschung. Manchmal ist das „Angebot“ ein Vermittler, der für einen Behördenweg kassiert, manchmal eine SMS im Namen einer Behörde, manchmal ein Zertifikat, das nie eine Prüfung gesehen hat. Die Ratgeber unten trennen die Fälle und geben jeweils den amtlichen Weg an. Alle Gebühren sind mit dem Prüfdatum 5. Oktober 2026 versehen.
Beginnen Sie bei Ihrer Lage
| Ihre Lage | Hier weiterlesen |
|---|---|
| Ich brauche eine Strafregisterbescheinigung | Strafregisterbescheinigung beantragen |
| Eine Seite wollte Geld für meinen Strafregisterauszug | Vermittlungsseiten für den Strafregisterauszug |
| Mir wurde ein Deutschzertifikat ohne Prüfung angeboten | Deutschzertifikat kaufen |
| Ich brauche einen neuen Reisepass oder Ausweis | Gefälschter Ausweis, Reisepass und der amtliche Weg |
| Ich habe eine SMS von „der Asfinag“ bekommen | Falsche Asfinag-SMS |
| Ich will wissen, was die Gesetze sagen | Urkundenfälschung: die Rechtslage |
| Ich habe gezahlt oder Daten geschickt | Betrug melden |
Die Ratgeber im Einzelnen
- Strafregisterbescheinigung: Wer sie ausstellt, was sie online und vor Ort kostet (18, 26 oder 29 Euro) und welche Varianten es gibt.
- Vermittlungsseiten für den Strafregisterauszug: Ein Fall, den die Watchlist Internet 2021 beschrieb: 20 Euro für eine PDF-Anleitung, die der Staat gratis erklärt.
- Deutschzertifikat kaufen: Der Wiener Fälschungsring, den die Polizei 2018 vorstellte, mit rund 3.000 Käufern, und was die ÖIF-Prüfungen dagegen setzen.
- Gefälschter Ausweis, Reisepass: Grenzfunde in Vorarlberg und im Burgenland, § 231 StGB und die Gebühren der Passbehörde.
- Falsche Asfinag-SMS: Warum eine SMS keine Mautforderung ist und was bei einer Zahlung zu tun ist.
- Urkundenfälschung: §§ 223, 224, 224a, 231 und die Betrugsparagrafen mit ihren Obergrenzen.
Die wichtigsten Zahlen auf einen Blick
| Thema | Zahl | Quelle |
|---|---|---|
| Strafregisterbescheinigung online / vor Ort / Sonderform | 18 / 26 / 29 Euro | oesterreich.gv.at |
| Reisepass, Expresspass, Eintagespass | 112 / 148 / 326 Euro | oesterreich.gv.at |
| Personalausweis | 91 Euro | oesterreich.gv.at |
| Wiener Fall um Deutschzertifikate | rund 3.000 Käufer, 100 bis 2.700 Euro | ORF Wien, März 2018 |
| Falsche Asfinag-SMS | angeblich 8,60 Euro | Watchlist Internet, November 2025 |
| Urkundenfälschung, Obergrenze | ein Jahr, bei öffentlichen Urkunden zwei Jahre | §§ 223, 224 StGB |
Das gemeinsame Muster
In den geöffneten Fällen wiederholt sich dasselbe: Der Anbieter tritt amtlich auf, verlangt Geld vorab und liefert nicht das, was er verspricht. Beim Strafregister war es eine Anleitung statt der Bescheinigung, bei der Asfinag-SMS eine Kartenabfrage statt einer Mautforderung, in Wien ein Zertifikat ohne Prüfung. Der amtliche Weg ist jeweils kürzer und billiger, als der Anbieter nahelegt. Die Muster im Einzelnen stehen auf der Seite Warnsignale.
Was wir nicht belegen konnten
Für einige Dokumentarten, die in anderen Ländern Thema sind, haben wir in Österreich keine Quelle gefunden, die wir öffnen konnten: Zeugnisse und Berufsnachweise, Fahrerkarten für den Tachographen und Fahrerqualifizierungsnachweise. Dazu schreiben wir nichts, solange wir es nicht belegen können.
Der Führerschein
Die Ratgeber zum Führerschein sind getrennt: Führerschein-Betrug. Prüfwege für alle Dokumente stehen auf der Seite Dokumente offiziell prüfen.